Ägypten-Götter - Ka - Schutzgeist

Neben seiner Bedeutung als Lebenskraft (siehe dazu: Ka-Lebenskraft) wurde das Ka als Doppelgänger jedes Menschen und Gottes und als Schutzgeist verstanden.

Darüber hinaus veränderte sich die Bedeutung des Begriffs im Laufe der Zeit. Dafür wurde ein eigener Artikel geschrieben: Ka-Lebensprinzip.

Ka als Doppelgänger jedes Menschen und Gottes

Bildlich dargestellt wird das Ka als Doppelgänger des Menschen bzw. des Gottes. Er gleicht ihm auf das Haar genau. Das Ka hat an den Entwicklungsphasen des Menschen Anteil. Das Ka des Kindes sieht wie das Kind selbst aus. Wenn das Kind erwachsen wird, wird auch sein Ka erwachsen. Das passt sehr gut mit der ersten Deutung, Ka als die Lebenskraft des Menschen zu bestimmen, gut überein.

Ägypten-Götter - Schatten-Doppelgänger

So bildet der Schöpfergott Chnum auf seiner Töpferscheibe nicht nur das Kind, sondern auch das Ka dieses Kindes mit. Erst dann legt er es in den Samen und anschließend in den Schoß der Mutter.

Das Ka begleitet den lebenden Menschen wie ein Doppelgänger. Stirbt dann der Mensch, so lebt sein Ka weiter. D.h. das Ka verändert sich beim Tode des Menschen nicht. Denn das Ka war zu Lebzeiten des Menschen für sein Wirken und Handeln verantwortlich. Wie schon beschrieben, muss das Ka jedoch weiter genährt werden, um zu bestehen.

Ka als Schutzgeist

Seine Funktion als Schutz- bzw. als Schicksalsgott verdankt das Ka seinem Wirken. Diese Deutung folgt aus seiner Funktion der Lebenskraft. Da sich im Ka die lebendigen Kräfte verkörpern, die den Menschen handeln und wirken lassen, gibt es die Richtung seines Lebens vor. Das Ka ist also die Macht und Kraft, die das Leben gestaltet. Auch bestimmt es das Schicksal des Menschen.

Ägypten-Götter - Schatten

Wenn der Mensch stirbt, dann geht er zu seinem Ka. Er geht nicht in seinem Ka ein, sondern behält seine irdische Gestalt. Der Ka steht dann als Schutzgeist neben ihm, genau so, wie er es auch zu Lebzeiten tat.

Erst nach dem Tod wird der Mensch seines Ka's teilhaftig. Man kann also sagen, dass der Tod die Beziehung des Menschen zu seinem Ka vertieft, nicht aber begründet. Denn das Ka hat jeder Mensch schon von Geburt an, er ansonsten nicht lebensfähig ist.

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