Der Fischreiher im alten Ägypten

ägyptisches Tierlexikon - FischreiherDer Fischreiher, d.h. der Phönixvogel galt als ein besonderes heiliges Tier im alten Ägypten, vor allem in Heliopolis. Sein ägyptische Name "Boinu" bzw. Benu leitet sich von "leuchten, aufgehen" ab.

Die Fischreiher tauchten immer in großer Anzahl auf, wenn die Nilüberschwemmung einsetzte. Deshalb galt dieser Vogel mit seiner zyklischen Wiederkehr als Lebensspender und Erneuerer.

Auch mit der Sonne wurde der Fischreiher verbunden, denn mit dem Aufgehen der Sonne erhoben sich die Fischreiher und flogen in den Himmel. Deshalb nannte man ihn auch den Sonnenvogel. Dieses Bild des aufsteigenden Phönix in der Morgenröte taucht in vielen Mythen wieder auf, nämlich als Vogel, der sich aus dem Feuer der Selbstverbrennung erneuert und sich verjüngt empor schwingt.

Durch seine Nähe zur Sonne brachte man ihn mit Re in Verbindung. Der Phönix bzw. Benu wurde damit zum Ba des Re. Er wurde aber auch eng mit Osiris verknüpft. Das lag an seiner Selbstverbrennung und damit seiner Nähe zum Totenreich. Auch seine Wiedergeburt aus der Asche ließ ihn zu einer Erscheinungsform des Osiris, dem Herrn der Unterwelt werden.


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