Die Spitzmaus im alten Ägypten

ägyptisches TierlexikonDass die Spitzmaus im alten Ägypten Verehrung genoss, ist durch ägyptische Texte überliefert worden. Es gibt Bronzefiguren, die an Spitzmäuse erinnern. Dennoch ist man nicht sicher, ob es sich dabei nicht auch um Ichneumonen handeln könnte. Daher fehlt es an Denkmälern, um gesicherter zu bestimmen, in welcher Hinsicht die Spitzmaus verehrt wurde.

Man ordnete die Spitzmaus zwei Göttern zu, Horus und Uto. Beiden galt aber auch das Ichneumon als heiliges Tier. Daher ist es plausibel, dass die Spitzmaus, als artverwandtes Tier des Ichneumons, Anbindung an diese beiden Götter fand.

Man fand zahlreiche Mumien von Spitzmäusen, aber immer in Verbindung mit beigesetzten Raubvögeln. Manche vermuten, dass sie daher nur den Raubvögeln als Speise im Jenseits dienten.

Doch gibt es dafür noch eine andere Erklärung. Als heiliges Tier des Horus stellt sie sein passendes Gegenstück dar. Sie verkörperte die dunklen, nächtlichen Aspekte des Horus. Die Spitzmaus hat extrem schlechte Augen, aber ausgeprägte Sinne, um sich in der Dunkelheit der Erde hervorragend orientieren zu können. Daher bildet sie den perfekten Gegenpol zur lichten und scharf sehenden Falkengestalt des Horus, der sich in der Luft ebenso gut orientieren kann, wie die Spitzmaus in der Erde. Sie symbolisiert daher die Neuerschaffung der Sonne während der Nacht in der Unterwelt.

In Bildnissen wird die Maus in aufrecht stehender Haltung dargestellt, mit Symbolen des Sonnengottes auf ihrem Körper.


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