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Ägypten-Götter – Seschat

Seschat (oder Seschet) gehört zum Kreis der Ägypten-Götter und war im Wesentlichen eine Berufsgöttin. Es wird vermutet, dass ihr Name: „die Schreiberin“ bedeutet. Damit ist ihr Wirkungsbereich schon genannt. Seschat ist die ägyptische Göttin der Schreib- und Rechenkunst.

Göttin der Schreib- und Rechenkunst

Ägypten-Götter: Seschat
Seschat und Thot

Sie notiert die Abgaben, Tribute, Beute, Anzahl von Gefangenen etc. Seschat trägt sie in ihre Listen ein. Auch hält sie die Zahl der Regierungsjahre eines Königs und seiner Jubiläen fest.

Bei der Gründung von heiligen Gebäuden setzt sie mithilfe ihres Messstricks den Grundriss fest. Daher gilt sie auch als „Herrin des Bauens„. Weniger oft tritt Seschat als Wissende auf. Hier schützt sie mit ihren Zaubersprüchen den Sonnengott vor Apophis.

Verwandschaftliche Beziehungen

Durch ihre Tätigkeit entsteht eine enge Beziehung zu Thot. Sie gilt manchmal als seine Frau, Schwester oder als Tochter.

Eine enge Beziehung besteht auch zu Mafdet und Nephthys. Mafdet gilt als ihre Zwillingsschwester. Der Geburtstag beider Göttinnen wurde gemeinsam gefeiert. Man vermutet, dass die Verbindung durch ihre Funktionen zustande kam. Mafdet galt als eine Gerichtsgöttin und Seschat als Schriftgöttin. Auch bei Gericht wurden genaue Aufzeichnungen vorgenommen.

Im Kreis der Ägypten-Götter mit ähnlichen Aufgaben entstand damit eine enge Beziehung zwischen Seschat, Mafdet und Thot.

Verbindung zu Nephthys

Hingegen ist die enge Verbindung zu Nephthys noch nicht geklärt. Sicher scheint, dass es nicht in Nephthys Funktion als Totengöttin lag. Der Totenglauben steht Seschat einfach zu fern. Man vermutet, dass ihre Beziehung zueinander in einer frühen Zeit entstand. In dieser Zeit hatte Nephthys ein Amt am Hofe des Osiris inne. Genaueres weiß man darüber nicht. Doch die Funktion Seschats dürfte beide Ämter miteinander in Beziehung gebracht haben. Hinzu kommt, dass Nephthys ebenso wie Seschat im unterägyptischen Sais beheimatet war.

Bildliche Darstellung von Seschat

Abgebildet wird sie rein menschlich. Manchmal ist sie mit einem Leopardenfell bekleidet zu sehen. Auf ihrem Kopf trägt sie ein auffälliges Zeichen. Dabei handelt es sich um einen siebenstrahligen Stern, deren Zacken miteinander verbunden werden. Manchmal ist ein kleines Federpaar auf ihrem Abzeichen zu sehen. Eine überzeugende Deutung dazu wurde jedoch noch nicht gefunden.

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Quellen

Bonnet, Hans (2000), „Reallexikon der ägyptischen Religionsgeschichte“, 3. unveränderte Auflage, Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg, Seite 699 – 701 (Seschat).

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